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Sinn und Zweck

Immer mehr Menschen erkranken an einer Demenz. Aktuell sind in der Schweiz ca. 120 000 Menschen davon betroffen und die Zahl steigt weiter. Mehr als die Hälfte der Erkrankten werden von ihren Angehörigen zu Hause betreut.

Die Krankheit ist eine riesige Herausforderung an die Erkrankten und ihre Betreuenden. Einerseits stellt sich die grosse Aufgabe im Bewältigen der täglichen Aktivitäten, doch auch die Zugehörigkeit zur Gesellschaft wird immer mehr in Frage gestellt. Dabei ist es gerade diese Zugehörigkeit die unser aller Leben lebenswert macht.

Menschen die an einer Demenz erkrankt sind überraschen immer wieder, wenn sie trotz eines fortgeschrittenen Stadiums der Krankheit, ein altbekanntes Lied oder einen Schlager von der ersten bis zur letzten Strophe mitsingen. Musik erreicht sie über Gefühle, die Ressource welche am längsten erhalten bleibt.

Die Bewegungsfähigkeit bleibt bei vielen Erkrankten sehr lange intakt, tanzen und sich zu Musik bewegen bleibt lange eine Quelle der Freude.

Ein Tanzcafé hat zum Sinn und Ziel, den Erkrankten und ihren Betreuenden einen Ort zum Sich-Wohlfühlen und etwas fürs Gemüt zu bieten. Einen Ort, wo sie sich als Teil der Gemeinschaft, also zugehörig erleben. Ein paar Stunden, in welchen Defizite in den Hintergrund rücken und Geselligkeit und Freude im Vordergrund stehen. Für pflegende Angehörige und Betreuende ist es zudem entlastend, mit Menschen in gleicher Situation zusammen zu kommen.

Der Ort wo das Tanzcafé angeboten wird, ist bewusst in einem öffentlichen Raum gewählt. Es geht um Gemeinschaft, Nähe und Lebensfreude ausserhalb pflegerischer Institutionen.

Die Idee, Menschen mit Demenz und deren Angehörige zum Tanzen zu bewegen, ist nicht neu. In Grossbritannien und Deutschland werden sie seit mehreren Jahren erfolgreich angeboten.

In der Schweiz, im Restaurant Binzgarten in Oerlikon, bietet die ehemalige Radiomoderatorin Verena Speck jeweils am zweiten Dienstag des Monats einen solchen Tanznachmittag an.

Esther und Beat Berger starteten Josefina`s Tanzcafé einmal im Monat am 18. November 2016 von 14.30-16.30 im reformierten Kirchgemeindehaus in Gossau ZH.

Unterstützt wird dieses Projekt von der Anlaufstelle für Altersfragen und Freiwilligenarbeit Gossau ZH.


Herzliche Grüsse,
Esther und Beat Berger